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Nachwuchsförderung an der Berufsschule

17.03.2016

Ende Februar konnten sich die beiden 11. Klassen im Fachbereich Zerspanungstechnik an der Johann-Bierwirth-Schule in Memmingen über einen ganz besonders lehrreichen Unterricht freuen. Felix Bohn vom WNT Technical Training war als Gastdozent vor Ort und gab den angehenden Zerspanungsmechanikern praxisnahe Einblicke in die Herstellungsprozesse von VHM-Werkzeugen und in neue Bearbeitungsverfahren.

Vom Hartmetallpulver bis zum fertigen Fräser – in seinem Gastvortrag, der in drei Theorieblöcke und einen Praxisblock aufgeteilt war, erklärte Felix Bohn, welche Prozesse das Hartmetallpulver durchlaufen muss, bis aus ihm schließlich ein fertiges Werkzeug mit Kühlkanälen und eingeschliffener Geometrie entsteht. Wurden im ersten Teil vor allem die Ausgangsstoffe unter die Lupe genommen, widmete sich Bohn im zweiten und dritten Theorieteil den unterschiedlichen Beschichtungstechnologien und den besonderen Eigenschaften der Geometrien. Jede Menge Stoff also, der hier in 90 Minuten auf die Schüler einprasselte. Aufgrund dieser Fülle wurde von dem WNT-Techniker ein 60 Seiten starkes Handout ausgeteilt, das alle Details noch einmal zusammenfasste. Auch die Lehrkräfte zeigten sich über diese Zusammenfassung dankbar und signalisierten, dass sie Teile daraus auch in ihren Unterricht einbauen werden.

Nach der vielen Theorie ging es für die Schüler dann endlich in den gut ausgestatteten Maschinenpark der Johann-Bierwirth-Schule. Dort zeigte Felix Bohn an einer DMG MORI DMC 635 Fräsmaschine ein, gerade für die anwesenden Azubis, völlig unbekanntes Bearbeitungsverfahren: Das trochoidale Fräsen. Hier kam der MonsterMill SCR aus der Mastertool Performance Produktlinie von WNT zum Einsatz. Der HPC-Fräser ist zur Hochvolumenzerspanung von Stahl, Guss und gehärteten Werkstoffen konzipiert und kann durch seine spezielle Schneidengeometrie mit größten fz-Werten gefahren werden. Anstatt Aluminium, mit dem an der Schule normalerweise gearbeitet wird, kam daher auch Werkzeugstahl als Bearbeitungsmaterial zum Einsatz, das mit dem SCR Fräser trocken, in Verbindung mit einer Kälteluftdüse, zerspant wurde. Besonders erstaunt waren die Schüler über die hohen Schnittwerte, die mit diesem Werkzeug gefahren werden konnten. „Wir haben nicht gewusst, dass das überhaupt möglich ist – so etwas haben wir weder bei uns im Betrieb noch hier an der Schule gesehen“, so die Reaktionen der Schüler. Auch die Lehrkräfte waren von der Vorführung begeistert, da auch sie bisher noch keine oder nur sehr wenig Erfahrung im Bereich des trochoidalen Fräsens sammeln konnten. Nach der Fräsvorführung war der Wissensdurst bei Schülern wie auch bei Lehrern gleichermaßen gestillt – nur noch eine Frage blieb am Ende offen: „Wann machen wir die nächste Veranstaltung?“

Inzwischen ist auch diese Frage geklärt und so soll bereits im nächsten Jahr eine Wiederholung des Vortrags an der Johann-Bierwirth-Schule stattfinden. Aber auch an anderen Schulen will das WNT Team künftig den Nachwuchs fördern. Interessierte Schulen und Schulklassen melden sich dafür einfach telefonisch unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 921 0000 beim Technical Training von WNT, um nähere Einzelheiten zu besprechen.